| WIE ERKENNT
MAN FEHLSTELLUNGEN:
Wichtig ist, daß Eltern
schon frühzeitig sogenannte „Habits“, die Ursachen für viele
Fehlstellungen, bemerken und versuchen, diese den Kindern wieder abzugewöhnen.
Zum Beispiel Daumenlutschen, das bis zum dritten Lebensjahr abgewöhnt
werden muss, da sich Anfangs die Zähne, später sogar der gesamte
Kieferkamm, an die Daumenform anpassen.
Dieser „lutschoffene Biss“
sollte prinzipiell vermieden, spätestens jedoch bei Auftreten von
den Eltern oder vom Zahnarzt erkannt werden, damit der Fachmann konsultiert
wird, um weitere Spätfolgen auszuschalten.
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Langes Daumenlutschen
und eine schwere Schluckstörung mit Zungenpressen und die Folgen
(siehe "Fallbeispiele")
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Ein weiters auffälliges
Anzeichen ist die Atmung des Kindes. Wenn es vorwiegend oder nur durch
den Mund atmet, kommt es nicht nur zu größerer Infektionsgefahr,
sondern die gesamte Entwicklung des Nasen-Rachenraumes wird eingeschränkt,
was der Beginn vieler Zahn- und Kieferfehlstellungen ist.
Die Ursache für Mundatmung
kann wiederum eine eingeschränkte Nasenatmung, eine Schwäche
der Mundmuskulatur oder Fehlstellungen des Kiefers sein, die einen Lippenschluß
erschweren oder sogar unmöglich machen.
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Ein typisches
Zeichen für einen Mundatmer sind dessen trockene rissige Lippen und
Mundwinkel, sowie der inkomplette Lippenschluß.
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Oft ist es für die Eltern
sehr schwer, gewisse Fehlstellungen zu erkennen. Um so wichtiger ist die
regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt, der nicht nur die Zähne
auf Karies, sondern den Kiefer und den Zahnbogen auf etwaige kieferorthopädische
Probleme untersucht.
Bei einer normalen
Verzahnung (Klasse I)
greifen die Zähne
wie Zahnräder ineinander
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Hier einige Beispiele für
Fehlstellungen, die auch dem „Laien“ ohne weiteres auffallen können.
Klasse
I
Gerades Profil,
Ober- und Unterkiefer passen zusammen, aber die Zähne sind verdreht,
stehen zu eng aneinander, oder es besteht zuviel Platz zwischen den Zähnen. |
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Klasse
II
Der Oberkiefer befindet
sich zu weit vorne, oder der Unterkiefer ist zu weit zurückliegend.
Wird auch als „Überbiß“ bezeichnet. |
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Klasse
III
Der Unterkiefer
befindet sich zu weit vorne, oder der Oberkiefer ist zu weit zurückliegend.
Beißen die
Zähne des Unterkiefers vor denen des Oberkiefers, spricht man auch
von „Verkehrtem Überbiß“. |
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Offener
Biß
Die hinteren Seitzähne
beißen aufeinander, die vorderen Frontzähne bekommen jedoch
keinen Kontakt. |
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Tiefbiß
Beim Zusammenbeißen
bedecken die Oberkieferzähne die unteren. Sehr oft beißen die
Unterkieferzähne auf die Gaumenschleimhaut. |
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Kreuzbiß
Beim Zusammenbeißen
schließen einige Oberkieferzähne innerhalb der Zähne des
Unterkiefers. |
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