| KFO BEI
ERWACHSENEN:
Auch bei Erwachsenen könnte
man leichte Zahnfehlstellungen mit Hilfe abnehmbarer Geräte behandeln.
Bei massiven Zahnfehlstellungen, einem späten Behandlungsbeginn oder
weiteren speziellen Indikationen kommen festsitzende Zahnspangen zum Einsatz.
Dabei werden weiße
oder metallene Plättchen, sogenannte „Brackets“ auf die Zähne
geklebt, durch die ein Drahtbogen gezogen wird. Dieser Bogen besitzt eine
gewisse Vorspannung in Form eines „idealen Zahnbogens“, der somit die Zahnstellung
sanft, aber kontinuierlich korrigiert. Durch das ständige Tragen ist
die Behandlungsdauer häufig kürzer, ebenso wird das Sprechen
wesentlich weniger behindert, da der Mundinnenraum meist frei bleibt.
Weiße
und
metallene Brackets
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Manche Erwachsene scheuen
sich vor einer festsitzenden Spange, weil sie glauben, dass sich ihr Aussehen
verändert.
Dr. Scherngell hat den Hauptteil
seiner kieferorthopädischen Ausbildung in den USA gemacht und dort
erlebt, dass Zahnspangen fast zum Statussymbol wurden. Dort trägt
der Manager die Brackets genauso wie das Schulkind oder der Teenager. In
den USA sind die fixen Spangen so „in“, dass in den letzten Jahren sogar
bunte oder goldene Brackets auf den Markt gekommen sind.
In Österreich gibt es
noch sehr oft das Vorurteil im Vergleich zu anderen Ländern wie z.B.
Schweden, Norwegen oder eben den USA, dass das Tragen einer Spange ein
Makel ist. Es gibt nicht wenige Patienten, die sehr gerne ihre Zähne
reguliert haben möchten, jedoch die Behandlung mit der Angst ablehnen,
in ihrem sozialen Umfeld nicht mehr ganz akzeptiert zu werden.
Sobald eben diese Patienten
mit der Therapie begonnen haben, bemerken sie, dass sie mit ihrer Spange
nicht alleine dastehen. Langsam macht sich auch hierzulande der Trend zur
Zahnspange bemerkbar, und es lassen sich immer mehr Erwachsene festsitzend
behandeln.
Für die Entscheidung
zu einer kieferorthopädisch/orthodondischen Therapie sollten die Gesundheit
der Zähne und deren Ästhetik, die Gesundheit des Kauapparates
und letztendlich des gesamten Organismus im Vordergrund stehen und nicht
die Akzeptanz im sozialen Umfeld während der Behandlungsdauer.

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